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Wie bei allen anderen Tieren sollte man sich bei der Anschaffung eines
Pantherchamäleons auch im Klaren sein, dass das Tier erkranken kann
und ein fachkundiger reptilienerfahrener Tierarzt schnellstmöglich
konsultiert werden muss. Selbstbehandlungen schaden eher nur dem Tier
und führen oftmals zum sicheren Tod!
Doch woran erkennt man aufgetretene Krankheiten? Durch atypisches
Verhalten des Tieres bzw. Veränderungen am Tier. Hierzu zählen
Futterverweigerungen, Teilnahmslosigkeit, Schwäche, Veränderung der
Normalfärbung, eingefallene Schwanzwurzel, eingefallene Augen, Hautveränderungen, Schleimbildung, atypisches Aussehen des Kots.....
Geschlossene Augen am Tag sind ebenfalls ein
deutliches Anzeichen für eine Erkrankung des Tieres.
Und was sind die Ursachen für Erkrankungen?
Die Hauptursache liegt in der Haltung unter falschen Bedingungen.
Ebenso können angeborene Organschäden zu Erkrankungen führen.
Rachitis: Diese Krankheit zählt zu den am weitesten
verbreiteten Krankheiten, betrifft bedingt durch das schnelle Wachstum
vor allem junge Tiere und wird durch nicht ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D hervorgerufen. Es kommt zu
weichen, deformierten und auch oft gebrochenen Knochen. Eine
Verbesserung des Zustandes ist nur durch Optimierung der Versorgung zu
erzielen. Deformierte Gliedmaßen sind nicht reparabel.
Gicht:
Die Hauptursachen der Gicht sind vor allem eine
zu reichliche Fütterung, in Verbindung mit einer unzureichenden
Flüssigkeitszufuhr bzw. einer zu trockenen Haltung. Damit fallen
vermehrt die Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels an und setzen sich
in Form von Harnsäurekristallen in Gewebe und inneren Organen (Niere,
Lunge Leber, Herz) ab. Ablagerung der Harnsäurekristalle in oder
um die Gelenke lassen diese geschwollen aussehen und beeinträchtigen
das Chamäleon in seiner Mobilität.
Tier mit Gicht 
Eine frühe Vorschädigung der Nieren durch
eine suboptimale Haltung kurz nach dem Schlupf kann auch bei
junge Chamäleons schon frühzeitig zur Gicht führen.
Wird die Erkrankung früh genug vom Tierarzt erkannt, so kann sie
gestoppt werden (Allopurinol -Therapie).
Legenot: Hauptursache von Legenot ist die
Nichtbereitstellung von geeigneten Eiablagestellen. Es erfolgt ein
unkontrolliertes und zum Teil unvollständiges Herauspressen der Eier aus der Kloake und
deren
Fallenlassen. Weiterhin spielt ebenfalls eine Unterversorgung mit
Mineralien eine große Rolle. Deshalb sollte unbedingt auf eine
ausgewogene Ernährung und Bereitstellung von Eiablagestellen geachtet
werden.
Häutungsschwierigkeiten: Chamäleons häuten sich ihr
ganzes Leben lang. Die Dauer und die Abstände nehmen mit dem Alter zu wobei
Jungtiere innerhalb eines Tage ihre Haut abgesteift haben. Ältere
Tiere häuten sich partiell und benötigen mehrere Tage. Verbliebene
Haut an den Gliedmaßen und am Schwanz können zum Einschnüren und
Absterben dieser führen. Vorsichtiges Entfernen der Haut nach
Befeuchtung führt oftmals zum Erfolg. Auf ausgewogene Luftfeuchtigkeit
ist zu achten.
Hautverletzungen: Bedingt durch äußere Einwirkungen
treten Hautverletzungen auf. Speziell bei der Verpaarung können
paarungsunwillige Weibchen den Männchen durch Bisse zusetzen.
Diese Verheilen in der Regel ohne Probleme, sollten aber beobachtet
und gegebenenfalls durch einen Tierarzt behandelt werden. Zunehmend
treten auch Hautverbrennungen durch unsachgemäße Montage der
Strahler im Terrarium auf. Das Erscheinungsbild reicht von
Schwarzfärbung, Bläschenbildung an betroffenen Hautstellen und offenen
Wunden.
Dehydrierung: Bedingt durch mangelnde Luftfeuchtigkeit
und Trinkmöglichkeiten kommt es zu eingefallenen Augen, Flanken und
Schwanz verbunden mit Schwäche und Futterverweigerung. Organversagen
oder Kreislaufkollaps kann zum Tod des Tieres führen.
Maulfäule: Befall der Kiefer und des Mund- und
Rachenraumes mit Bakterien. Es kommt zu
Schleim und Eiterbildung in den Mundwinkeln und im Mundbereich.
Ursache sind Bissverletzungen von Futtertieren oder unsachgemäße
Zwangsfütterung.
Parasiten: für ausführliche Informationen einfach
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