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Stand: 28.12.08

 

 
Optimale Inkubationsbedingungen führen zum lang ersehnten Schlupf der Jungtiere. Dieser kündigt sich damit an, dass die Eier anfangen zu Schwitzen. Dies äußert sich im dunkler Werden der weißen Eihülle und der Bildung von kleinen Wassertropfen auf dieser. Tägliches Kontrollieren ist nun angesagt. Die Jungtiere schlitzen mit einem Eizahn die Eihülle auf und befreien sich anschließend aus jener. Dieser Prozess kann sich über einige Stunden hinziehen.

Geöffnetes Ei    Ei nach dem Schlupf des Chamäleons

 

Das ganze Gelege schlüpft ebenfalls über mehrere Tage verteilt, manchmal aber auch über mehrere Wochen hinweg. Sobald sich die Jungtiere aus dem Ei befreit haben, werden sie aus dem Inkubator genommen. Beim genauen Betrachten des Tieres seht ihr, dass ein Rest aus dem Eininneren am Chamäleon verblieben ist. Dieses Etwas ist Dottersackrest und wird nach kurzer Zeit abgeworfen.. Die Tiere sind  nach dem Schlupf so weit entwickelt, dass sie sich wie  adulte Tiere bewegen und nach kurzer Zeit schon nach Futtertieren schießen und trinken. Untergebracht werden die Tiere möglichst einzeln. Dazu verwende ich eine oben und unten abgeschnittene durchsichtige Plasteflasche (z.B. 1,5 l Wasserflasche) "verschlossen" an beiden Enden mit einem lichtdurchlässigen Feinstrumpf. Ausgestattet wird diese mit Kletterästen und Ästen mit Blättern. Dieses provisorische Terrarium hat den Vorteil, dass es wenig Platz benötigt (bei vielen Nachzuchten ein nicht zu unterschätzendes Argument), groß genug für das Tier ist und ein gewisses Nahrungsangebot sich immer im Schussbereich des Chamäleons befindet.  Beleuchtet wird dieses Aufzuchtterrarium durch eine Spotlampe (max. 40 Watt), wobei auf die Temperatur im Terrarium zu achten ist. Diese sollte sich um etwa 3-5 °C unter der für adulte Tiere empfohlener Temperatur befinden. Wasser nehmen die Tiere durch Auflecken des Sprühwassers auf. Tägliches 3-4 maliges Sprühen mit lauwarmen Wasser reicht aus. Als Futtertiere dienen in den ersten Lebenstagen vorwiegend Drosophila und Mikroheimchen (hochwertig angefüttert oder gut eingestäubt). Futtertiere sollten immer eine mundgerechte Größe haben.

Mit dem Erreichen des 2. Lebensmonates haben die Tiere  die kritische Zeit hinter sich. Die Geschlechtsreife wird nach ca. 6 Monaten erreicht.


 

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