|
Optimale Inkubationsbedingungen führen
zum lang ersehnten Schlupf der Jungtiere. Dieser kündigt sich damit
an, dass die Eier anfangen zu Schwitzen. Dies äußert sich im dunkler
Werden der weißen Eihülle und der Bildung von kleinen Wassertropfen
auf dieser. Tägliches Kontrollieren ist
nun angesagt. Die Jungtiere schlitzen mit einem Eizahn die Eihülle auf
und befreien sich anschließend aus jener. Dieser Prozess kann sich
über einige Stunden hinziehen.
Ei nach dem Schlupf des Chamäleons
Das ganze Gelege schlüpft ebenfalls
über mehrere Tage verteilt, manchmal aber auch über mehrere Wochen hinweg. Sobald sich die Jungtiere aus dem Ei befreit
haben, werden sie aus dem Inkubator genommen. Beim genauen Betrachten
des Tieres seht ihr, dass ein Rest aus dem Eininneren am Chamäleon
verblieben ist. Dieses Etwas ist Dottersackrest und wird nach kurzer
Zeit abgeworfen.. Die Tiere sind nach dem Schlupf so
weit entwickelt, dass sie sich wie adulte Tiere bewegen und nach
kurzer Zeit schon nach Futtertieren schießen und trinken. Untergebracht werden die Tiere möglichst einzeln. Dazu verwende ich
eine oben und unten abgeschnittene durchsichtige Plasteflasche (z.B.
1,5 l Wasserflasche) "verschlossen" an beiden Enden mit einem
lichtdurchlässigen Feinstrumpf. Ausgestattet wird diese mit Kletterästen
und Ästen mit Blättern. Dieses provisorische Terrarium hat den
Vorteil, dass es wenig Platz benötigt (bei vielen Nachzuchten ein
nicht zu unterschätzendes Argument), groß genug für das Tier ist und
ein gewisses Nahrungsangebot sich immer im Schussbereich des
Chamäleons befindet. Beleuchtet wird dieses Aufzuchtterrarium
durch eine Spotlampe (max. 40 Watt), wobei auf die Temperatur im Terrarium zu achten
ist. Diese sollte sich um etwa 3-5 °C unter der für adulte Tiere
empfohlener Temperatur befinden. Wasser nehmen die Tiere durch Auflecken
des Sprühwassers auf. Tägliches 3-4 maliges Sprühen mit lauwarmen
Wasser reicht aus. Als Futtertiere dienen in den ersten Lebenstagen
vorwiegend Drosophila und Mikroheimchen (hochwertig angefüttert oder
gut eingestäubt). Futtertiere sollten immer eine mundgerechte Größe
haben.
Mit dem Erreichen des 2. Lebensmonates
haben die Tiere die kritische Zeit hinter sich. Die
Geschlechtsreife wird nach ca. 6 Monaten erreicht. |